Ausgabe Herbst/Winter 2026Versand innerhalb Österreichs

Reisen in warme Länder: Wasser, Obst und Hygiene

Vor der Fernreise zur Reisemedizin, unterwegs „Koch es, schäl es oder vergiss es“.

Illustration: Frühstückstisch mit Wasserglas, Müslischale und Kapseldose
Illustration

Viele Darminfektionen auf Reisen werden durch Bakterien verursacht, manche aber auch durch Einzeller wie Giardien oder durch Würmer. Das Risiko hängt stark vom Reiseziel, der Unterkunft und den eigenen Gewohnheiten ab.

Vor der Reise

Für Fernreisen in tropische und subtropische Länder ist eine reisemedizinische Beratung empfehlenswert – in Österreich bieten das Reisemedizin-Ambulanzen, Gesundheitsämter und spezialisierte Ordinationen an. Dort geht es um Impfungen, Malaria-Prophylaxe und landesspezifische Risiken.

Unterwegs: die bekannte Regel

„Cook it, boil it, peel it or forget it“ – koch es, schäl es oder vergiss es. Konkret heißt das:

  • Leitungswasser nur abgekocht oder aufbereitet trinken; auch beim Zähneputzen an Flaschenwasser denken.
  • Eiswürfel meiden, wenn die Wasserquelle unklar ist.
  • Obst selbst schälen, rohe Salate in einfachen Lokalen auslassen.
  • Speisen frisch und heiß essen statt lauwarm vom Buffet.

Haut und Wasser

In manchen tropischen Regionen können Wurmlarven über die Haut eindringen – etwa an feuchten, mit Kot verunreinigten Sandstränden oder in Süßgewässern in Teilen Afrikas, Asiens und Südamerikas (Bilharziose). Deshalb: am Strand Schuhe tragen, auf einem Handtuch liegen und in Süßwasserseen in Risikogebieten nicht baden.

Nach der Reise

Treten nach einer Fernreise Durchfall, Fieber, Bauchschmerzen oder Hautveränderungen auf – auch Wochen später –, sollte man ärztlich abklären lassen und die Reise erwähnen. Eine Untersuchung kann gezielt nach Erregern suchen, die in Österreich selten sind.

Und die Kapsel im Reisegepäck?

Gewürzkapseln können Teil einer gewohnten Routine bleiben, ersetzen aber weder sauberes Wasser noch Reisemedizin. Ein Schutz vor Infektionen ist für Nahrungsergänzungsmittel nicht belegt und darf nicht versprochen werden.

Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: November 2026.

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